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Amtseinführung RSR Peter Much

Eine Stimmgabel für den richtigen Ton

 

Mit vielen Geschenken und guten Wünschen wurde Peter Much auf den Weg geschickt.

 

Eine sehr gelungene Feier zur Amtseinführung des neuen Schulleiters Peter Much an der Jakob-Sandtner-Realschule (JSR) hatte die gesamte Schulfamilie für Donnerstag organisiert. Von vielen muskalischen Beiträgen der Big Band, des Bläserensembles und der Lehrercombo umrahmt, fanden der Ministerialbeauftragte für die Realschule in Niederbayern, Michael Wagner, sowie viele weitere Kollegen und Ehrengäste die richtigen Worte, um dem neuen Schulleiter Mut zuzusprechen sowie viel Erfolg und Geduld zu wünschen.

 

 

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Oliver Sailer gratulierte Bürgermeisterin Maria Stelzl dem gebürtigen Straubinger zu seiner neuen Aufgabe. Sie wünschte ihm viel Glück für seine verschiedenen Aufgabenbereiche, "denn er muss nicht nur Pädagoge und Motivator, sondern auch ein Manager für die Schule sein". Landrat Alfred Reisinger stellte fest, dass Peter Much ein gutes Fundament von den Lehrern und seinem Vorgänger Ludwig Erl überlassen bekommen habe, auf dem er aufbauen könne. Zumal seine Devise schon an der Ludmilla-Realschule in Bogen lautete: "Schüler fördern und fordern."

 

Der Ministerialbeauftragte übernahm dann die offizielle Amtseinführung und betonte: "Natürlich ist die Übernahme eines solches Amtes nicht leicht, die Ansprüche an einen Schulleiter sind sehr hoch. Da gilt es, im Dreieck Schüler-Eltern-Lehrkräfte als Moderator zu fungieren, damit aus Betroffenen Beteiligte werden, die letzlich alle Interesse daran haben, eine gute Schule zu machen." Dabei sollten Menschlichkeit, Toleranz und Zusammenarbeit den Schulalltag bestimmen sowie Veantwortung, Zuwendung und Vertrauen selbstverständlich sein. Das Verhältnis zwischen Lehrern, Eltern und Schülern sollte von Selbstkritik, Zuversicht und Freundlichkeit geprägt sein. Aber eine gute Schule akzeptiere zu einem gewissen Grade auch Disharmonien und Probleme, ergänzte er. Damit der neue Schulleiter "kein Problem hat, den richtigen Ton zu finden", überreichte Wagner ihm eine Stimmgabel.

 

Lebkuchen-Schlüssel

Nach den wohlwollenden Worten von der Elternbeiratvorsitzenden Ingrid Ritt und dem Fördervereinsvorsitzenden Erwin Kammermeier trug Personalrätin Beate Lobenhofer-Fuchs ein selbestverfasstes Gedicht vor. Dazu wurden ihm ein Haus aus Papier mit offenes Festern und Türen übergeben, dazu ein riesiger süßer Lebkuchen-Schlüssel. Um die symbolische Schule war ein blauer Draht gewickelt,"um nie den guten Draht zu Kollegen, Schülern und Eltern zu verlieren". Daran waren bunte Zettelchen voller Anliegen, Wünsche und Hoffnungen  von Muchs neuen Kollegen befestigt. Im Anschluss sprach ihm der Lehrerchor mit Jimmy Cliffs "You can get it if you really want" musiklalisch Mut zu.

 

Nachdem ihm auch der Schülersprecher Max Glas noch die Schulmütze "zum Schutz" und einen Müsliriegel "für viel Energie" geschenkt und die Schulband mit dem JSR-Schulsong die Turnhalle gerockt hatte, kam der neue Schulleiter abschließend selbst zu Wort. Er zeigte sich überwältigt von der Gestaltung der Feier und wünschte dem künftigen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer eine solche Mannschaft, wie er sie um sich hat. Als die Stelle des Schulleiters and der JSR ausgeschreiben war, musste er es einfach versuchen: "Ich wollte zurück an meine alte Schule, die ich neun Jahre als Schüler besucht hatte", denn er schrieb in diesem Gebäude 1969 als letzter Jahrgang des damaligen Ludwigsgymnasiums sein Abitur. Den Schülern riet er, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und bedankte sich für den leichten Start, denn "de Jakob-Sandtner-Realschui is wie a gmahte Wies". Aber so gebe es trotzdem immer neue Maulwurfshügel, die eine Schulgemeinschaft zusammen ebnen könne, und dafür wünschte er ihr Gesundheit, Kraft und Harmonie.

 

Quelle: Straubing-Tagblatt (Simone Wydra)